Knete, Kreativität und der erste Schultag

Ein Päckchen Knete. Mehr hat es nicht gebraucht.

Hier präsentieren wir unser Web-Tagebuch (Blog), in dem wir (versuchen ;) unsere pädagogischen Gedanken, Ideen und Tipps für Eltern sowie aktuelle Ereignisse aus unserem Schulalltag festzuhalten.

Da das gesamte Team hier mit unterschiedlichen Werkzeugen (Handys, Computer, …) von verschiedenen Orten (unterwegs, zu Hause, in der Schule, …) Artikel veröffentlicht, kann jeder Beitrag anders aussehen.

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Nach Denken
Bild & Co.
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⏱ 2 Min. Lesezeit   |   Fokus: Kreativität

Am Ende der Schulreifefeststellung – wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier unseren ausführlichen Beitrag dazu – bekam jedes Kind ein kleines Geschenk mit nach Hause: eine Dose Knete. Mit einer einzigen Aufgabe, die gar keine Aufgabe war: Forme etwas, das dich an deinen ersten Tag in der Schule erinnert.

Was dann entstand, hat uns schlicht sprachlos gemacht.

 

📍 KUNST-WERKe

Jemand baute die Schule nach. Ein Haus. Mit Dach. Jemand anderes formte den Lehrer – erkennbar als Mensch, mit Armen, mit Gesicht, mit diesem unverkennbaren Staunen in der Haltung. Und dann: ein Wasserkrug. Aus dem Speisesaal. Weil offenbar nicht nur das Essen zählt, sondern auch das Trinken – und vielleicht das erste gemeinsame Sitzen an einem langen Tisch.

Soletti taucht gleich zweimal auf. Einmal als perfekt gedrehte Brezel in Hellblau, einmal als rote Stange mit kleinen Knubbeln. Der Speisesaal hat eindeutig gewonnen. Nicht weit dahinter: eine Palatschinke aus rosa Knete, gerollt und servierbereit, auf einem Glitzertisch fotografiert – Freude pur. Ein Hot Dog aus roten Knetstreifen, bewacht von einer Löwenkönig-Sammelkarte, als wäre das Mittagessen ein Abenteuer.

Da ist der grüne Knetmann mit ausgebreiteten Armen – er sieht aus, als wolle er die ganze Welt umarmen. Ein Männchen, das einen Luftballon hält. Ein Schneemann aus Papier, sorgfältig und zart. Ein blauer Schneemann aus Knete, flach, mit Hut und Knöpfen. Der kleine Schneckenmann, der auf dem Deckel seines eigenen Behälters thront. Und „Einfach so“ – ein Werk ohne Erklärung, das keine braucht.

Und dann: eine orangefarbene Fledermaus. Niemand weiß genau warum. Aber sie ist da. Und sie ist grandios.

Ein Kind formte ein Herz – türkis, das ein rotes Filzherz umschließt. Ein anderes drückte ein rosa Herz in Form: unsymmetrisch, lebendig, echt. Und jemand legte seinen eigenen Namen in Knete – Buchstabe für Buchstabe. Als wollte er sagen: Ich war hier. Ich gehöre dazu. Die „Nette Schule“ – auch das ein Titel, den ein Kind vergab. Nicht wir.

„Jedes dieser Werke erzählt eine Geschichte. Keine davon lautet nur: „Ich war aufgeregt.“ Was sie alle erzählen: Ich habe etwas erlebt.“

Genau das ist Schule, wie wir sie uns vorstellen. Nicht als Ort, den man betritt und wieder verlässt. Sondern als Ort, der sich festsetzt. Der Spuren hinterlässt. Der – im besten Fall – in Händen landet, die daraus etwas formen.

Wir freuen uns riesig auf euch alle. 🧡

 

Welches Werk aus Ihrer eigenen Kindheit ist Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?

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